Ernährung bei Divertikulitis - darauf musst du achten | Sattvii®

Ernährung bei Divertikulitis - darauf musst du achten

Wie wichtig ein gesunder Darm für die Gesundheit ist, wird gern unterschätzt! Denn Divertikulitis ist eine echte Volkskrankheit: In der Altersgruppe U-50 leidet jeder Zehnte an diesem entzündlichen Darmproblem. Bestimmte Lebensmittel wie Zucker, Weißmehl oder zuviel Fleisch fördern Entzündungen geradezu. Sinnvolle Ernährung bei Divertikulitis kann dir helfen, gesund zu bleiben. Was gehört dazu?



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Was ist Divertikulitis?
Darmdivertikel sind Aussackungen der Darmwand. Sie entstehen vor allem an sensiblen Darmstellen, z. B. dort, wo Blutgefäße eintreten, aber auch anderswo im Verdauungssystem - etwa in der Speiseröhre. Ein paar wenige Divertikel machen meist kaum Beschwerden. Nur jeder Vierte, der Divertikel hat, erkrankt - der Rest lebt damit ohne größere Beschwerden. Entzünden sie sich, wird eine Divertikulose zur Divertikulitis. Dickdarm und Enddarm sind besonders gefährdet: Nahrungsreste und Stuhl sammeln sich in den sackartigen Ausstülpungen - eine ideale Brutstätte für Bakterien, so dass die Darmschleimhaut mit Entzündungen reagiert.

Woran erkennst du eine Divertikulitis?

Daran, dass deine Bauchdecke hart und verspannt ist - und du starke Schmerzen im Unterbauch bemerkst. Vor allem links, wo der Dickdarm in den Enddarm übergeht. Wahrscheinlich macht auch deine Verdauung schon Probleme - mit Durchfall, Verstopfung oder beidem im Wechsel. Übelkeit und Erbrechen können hinzukommen. Darmblutungen und Fieber schwächen: Du fühlst dich permanent schlapp - und es kostet dich viel Kraft, den Alltag zu bewältigen. Bringt eine Darmspiegelung hier Klarheit? Prinzipiell schon, aber ist bei akuter Divertikulitis nicht immer ratsam, weil sie deinen Darm zusätzlich reizen kann. Abtasten, Sonographie oder CT sind sanftere Möglichkeiten der Diagnose. Eine Blutentnahme zeigt, ob deine Entzündungswerte (CRP) erhöht sind.

Zeit, etwas zu ändern! Lebensstil und Ernährung umstellen

Deine Seele steht oft unter Hochspannung? Stress fördert Divertikulitis. Höchste Zeit, deinen Lebensstil zu ändern und dir regelmäßig etwas Gutes zu tun! Das Wichtigste dabei: Bei Divertikulitis die Ernährung umzustellen, von ballaststoffarm auf ballaststoffreich. Das bringt deinen Darm auf Trab. Denn je weniger Ballaststoffe du ihm gönnst, desto länger dauert auch die Darmpassage - und das unter hohem Innendruck, was Divertikel begünstigt. Rauchen und Alkohol liebt dein Darm übrigens auch nicht, ebenso wenig wie Kortison und Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin (Acetylsalicylsäure ASS). Denn letzere lindern zwar die Schmerzen und wirken entzündungshemmend, aber können deinen Darm auf lange Sicht angreifen. Und so verführerisch es duftet: Auch exzessiven (Grill-)Fleischkonsum solltest du bei Divertikulose zurückfahren. Das gilt vor allem für Fleisch und Wurst vom Rind oder Schwein, das besonders entzündungsfördernd wirkt, die Darmtätigkeit verlangsamt und das Mikrobiom deines Darms stört. Wenn du es schaffst, lass rotes Fleisch ganz weg und leg dafür Geflügel auf den Grill! Es hat schon seinen Grund, dass Vegetarier und Veganer nur selten an Divertikulitis erkranken.

Was tun bei akuter Divertikulitis?

Geht es nach der Schulmedizin, darfst du während einer schweren Divertikulitis im akuten Entzündungsstadium überhaupt nichts essen. Stattdessen wirst du künstlich per Infusion ernährt und musst Antibiotika und Entzündungshemmer nehmen. Bei Menschen, die häufiger an Divertikulitis erkranken, ist eine Dickdarm-OP oft unausweichlich. Doch soweit muss es nicht kommen! Was darfst du bei dieser entzündlichen Darmerkrankung essen? Je nach Phase der Erkrankung ist dies etwas anderes. Bei akuter Divertikulitis sind für eine Woche Heilfasten bzw. Schonkost angesagt, um deinen Darm zu entlasten. Erlaubt sind leichte Gemüsebrühen, ungesüßter Tee und verdünnter Fruchtsaft. Alles, was reizt und bläht, wie Bohnen oder Zwiebeln oder schwer verdaulich ist - wie Rohkost, Nüsse und Fett, ist bei akuter Divertikulitis kontraproduktiv. Ballaststoffe müssen fein zerkleinert bzw. püriert sein.

Welche Lebensmittel wirken entzündungshemmend?

Du ahnst es schon: Vor allem Obst und Gemüse, wie grünes Blattgemüse von Spinat und Mangold bis Grünkohl. Das Geheimnis? Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Genauso sind Beeren wahre Superfoods für deine Darmgesundheit - und Zitrusfrüchte Vitaminbomben, die dein Immunsystem stärken. Aber auch Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen haben es in sich: Ihre Faserstoffe stehen in dem Ruf, positiven Einfluss auf Entzündungswerte zu nehmen. Gekocht und angemacht wird ab jetzt mit kaltgepresstem Olivenöl. Reich an Omega-3-Fettsäuren, tun Leinöl, Rapsöl und Hanfsamen deinem Darm wohl. Außerdem darfst du zwei- bis dreimal die Woche fetten Seefisch wie Lachs, Makrele und Hering auf deinen Speiseplan setzen, die ebenfalls reich an Omega-3 sind.

Welche Lebensmittel fördern Entzündungen?

Bestimmte Lebensmittel solltest du bei Divertikulitis meiden, weil sie Entzündungen verschlimmern. Am besten setzt du folgende Produkte auf deine Divertikulitis Ernährungs Liste:

  •   Omega-6-reiche Lebensmittel wie Sonnenblumenöl oder Erdnüsse
  •   tierische Fette,in Käse, Wurst, Eiern und Butter
  •   gezuckerte Lebensmittel,Limonaden und Süßigkeiten
  •   Weißbrot, Nudeln, weißer Reis (Parboiled, Basmati usw.)
  •   gezuckerte Früchte, Obstkonserven und Marmeladen
  •   gesüßte Fertigprodukte wie Pudding, Milchreis, Fruchtquark, Fruchtbuttermilch
  •   gesalzene Nüsse
  •   Kartoffelbrei aus der Tüte
  •   frittierter Fisch (Fischstäbchen & Co.)
  •   fettgetränkte Pommes und Chicken Nuggets

Kurz gesagt: Finger weg von Fast Food und stark verarbeiteten Lebensmitteln! Dein Darm hasst die ungesunde Mischung aus Fett, Weißmehl, leeren Kohlenhydraten und zuviel Salz. Deinen neuen Speisen Würze verleihen? Geht auch ohne Kochsalz: Wenn du auf Fenchelsamen, Dill, Oregano, Kümmel oder Majoran umsteigst, erwarten dich ganz neue Geschmackserlebnisse!

Divertikulitis glücklich überstanden? Vorbeugen!

Hast du die Entzündung überstanden, bleiben die Aussackungen zwar bestehen. Aber du kannst verhindern, dass sich die Divertikel erneut entzünden. Deine Ziele: Guter Stuhlgang (also schnellere Verdauung) und eine gesunde Darmflora. Du weißt jetzt, welche Speisen du meiden musst, weil sie Entzündungen fördern. Die richtige Ernährung gegen Divertikulitis beugt vor. Sag deinen Divertikeln den Kampf an: Ab sofort haben Ballaststoffe Priorität, mit viel Gemüse, Salat, Obst und Kartoffeln; Blähendes lässt du dabei links liegen. Ballaststoffe sind Quellstoffe, die die Darmtätigkeit verbessern. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt davon mindestens 30 g pro Tag. Wie setzt du das in der Praxis um? Du folgst einfach der Regel, jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse zu essen - dreimal Gemüse und zweimal Obst. Das schaffst du nicht? Keine Angst, eine Portion entspricht etwa einer Handvoll, wie Erdbeeren, Haselnüssen, Kichererbsen etc. Weitere ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte - z. B. Brot - machen deinen Speiseplan komplett. Müslifans reichern ihr Frühstück mit Haferkleie, Flohsamenschalen, Leinsamen, Trockenfrüchten, Nüssen und Samen an.

Eile mit Weile: Schritt für Schritt zur entzündungshemmenden Ernährung

Ja, es kann sein, dass sich dein Körper mit Blähungen beschwert, wenn du beginnst, mehr faserreiche Kost zu essen. Gib ihm Zeit: Weniger ist am Anfang mehr. Schließlich geht es auch darum, insgesamt etwas runterzuschalten. Denn, wie gesagt, Stress ist Gift für deinen Darm. Die Ernährung bei Divertikulitis erfolgreich umzustellen, braucht eben Geduld. Deine Darmflora muss sich erst stabilisieren. Langsamer zu machen, heißt auch achtsamer, bewusster und gründlicher zu kauen - denn die Verdauung beginnt im Mund. Dich plagt erneut Verstopfung? Widerstehe der Versuchung, zu Abführmitteln zu greifen, weil sie das befördern können, was du verhindern willst: eine erneute Darmentzündung und Divertikulitis. Damit es auf der Toilette fluppt, darfst du dir stattdessen ein paar Trockenpflaumen einweichen - oder auf Milchzucker und Kleie setzen.

Snacks? Ja bitte, aber gesund!

Körner und Nüsse sind lecker, dazu reich an Ballaststoffen, aber können deinen Darm auch reizen. Weshalb du ihm im akuten Stadium einer Divertikulitis damit keinen Gefallen tust. Nach überstandener Entzündung darfst du dann wieder bedenkenlos Nüsse, Getreidekörner, Samen und Popcorn knabbern - statt fettige Chips oder Cornflakes. Gewusst? Mandeln enthalten reichlich gesundes Vitamin E und Folsäure und Paranüsse viel wertvolles pflanzliches Selen und Antioxidantien. Walnüsse dagegen punkten mit einem Idealmix aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Als ballaststoffreiche Süßigkeit ohne Industriezucker kommen getrocknete Aprikosen, Feigen, Datteln, Pflaumen und Apfelringe infrage.

Das Allerwichtigste: Trinken, trinken, trinken!

Eventuell zählst du auch zu denen, die empfindlich auf Milchprodukte reagieren? Du musst nicht darauf verzichten, aber dich beobachten: Welche Produkte tun dir gut? Nimm diese in deine persönliche Auswahl und Divertikulitis Ernährungsliste auf. Probiotische Lebensmittel fördern die bakterielle Besiedlung (Darmflora) - ob Naturjoghurt, Kefir, Sauerkraut, Kimchi oder Brottrunk (aus dem Reformhaus). Viel Flüssigkeit sorgt für einen angenehm weichen Stuhl: Trinke täglich 1,5 bis 2,5 Liter Wasser oder ungesüßten Tee. So kommt dein Darm mit den neuen Ballaststoffen besser klar, weil diese Wasser binden und dabei aufquellen. Zum Frühstück geht es los: Wenn du magst, startet dein Tag jetzt mit einem großen Glas Wasser. Und, last but not least, unterstützt auch Bewegung deine Genesung, weil sie Entzündungswerte senken kann. Bewegung stimuliert die Verdauung, verbessert die Sauerstoffzufuhr - und bringt deinen Kreislauf in Schwung.

Nahrung ist die Basis: Sie bestimmt, wie du dich täglich fühlst

Wenn du dich vollwertig ernährst, hat Divertikulose keine Chance. Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine ballaststoffreiche Kost mit viel Obst, Gemüse und Vollkorn, aber möglichst wenig Fleisch, Weißmehl und Zucker. Stattdessen kommen jetzt entzündungshemmende Lebensmittel und eine nachhaltige, darmfreundliche Ernährung auf deinen Teller. Viel Spaß - iss dich gesund!

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